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Erdbebenmessnetze in der Schweiz |
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Seit ca. 1975 betreibt der Schweizerische Erdbebendienst, SED, an der ETH-Zürich ein hochempfindliches Seismometernetz zur Ueberwachung der seismischen Aktivität in der Schweiz und in den angrenzenden Gebieten. Zur Zeit besteht dieses Netz aus rund 30 über die ganze Schweiz verteilte Stationen, deren Signale kontinuierlich an die Auswertezentrale in Zürich übermittelt werden. Ausserdem betreibt der SED ein zusätzliches Netz von 7 Stationen in der Nordschweiz, deren Daten lokal aufgezeichnet werden. Um die hohe Empfindlichkeit zu gewährleisten, stehen die Seismometer des Ueberwachungsnetzes an abgelegenen Orten auf festem Fels. Daher können die entsprechenden Daten nur wenig über die zu erwartenden Erschütterungen in den besiedelten Gebieten, wo die gefährdeten Bauwerke stehen, aussagen. Zur direkten Erfassung dieser für das Erdbebeningenieurwesen relevanten Daten betreibt der Schweizerische Erdbebendienst seit einigen Jahren ein landesweites Netz von Starkbebenmessgeräten. Dieses sogenannte Freifeldnetz besteht zur Zeit aus rund 50 Einzelstationen, die die Beschleunigungen von Erdbeben, welche auch von der Bevölkerung gespürt werden, aufzeichnen. Zusätzlich zum Freifeld-Messgerätenetz sind mehrere grosse Stauanlagen in den Schweizer Alpen mit bis zu 12 Beschleunigungsmessgeräten ausgerüstet. Diese Talsperren-Messgerätenetze liefern wichtige Daten über die Freifeldbewegungen, die effektiven Bewegungen bei den Widerlagern und die dynamischen Antworten der Talsperren. Aus der Analyse dieser Daten lassen sich die dynamischen Eigenschaften der Bauwerke ableiten (Eigenfrequenzen, modale Verformung, Energiedissipation). Ausserdem sind als Teil der Sicherheitsauflagen auch alle Kernkraftwerke der Schweiz mit eigenen Beschleunigungsmessgeräten ausgerüstet. |
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